Wissenschaftler der Hochschule Düsseldorf haben ein einjähriges Monitoring an 76 großen Solaranlagen durchgeführt. Alle Anlagen wurden um die Jahrtausendwende im Rahmen der geförderten Programme Solarthermie2000(plus) installiert. Es zeigt sich, dass der überwiegende Teil der Solarkollektoren auch nach über zehn Jahren einen konstant hohen Wirkungsgrad aufweist.

Der Ertrag von sechs der zehn begleiteten Anlagen liegt seit Betriebsbeginn im Mittel über 90 % des Solarertrags des ersten Betriebsjahres. Zwei Anlagen liefen während des Monitorings völlig fehlerfrei. Die anderen zeigten Schwächen. Beispiele hierfür sind geringe oder fehlende Volumenströme, die durch undichte Stellen oder defekte Pumpen verursacht werden, oder Fehler in der Regelung. Im Gegenzug konnte insbesondere die Zuverlässigkeit, lange Lebensdauer und das dauerhafte Leistungsvermögen von Solarkollektoren gezeigt werden. 

Die Zusammenfassung dieser sehr interessanten Studie schließt mit den Worten: „Grundsätzlich bedarf es für einen langfristig guten Betrieb und damit dauerhaft hohen Solarertrag vor allem zwei Dinge: Einen interessierten Betreiber/Techniker und eine Systemüberwachung zur frühzeitigen Fehlererkennung und Ertragskontrolle, oder alternativ eine qualitativ hochwertige, möglichst gezielte Wartung.“

(1) Jährlicher Solarertrag der besten, der schlechtesten und einer typischen Anlage im Verhältnis zum Ertrag im ersten Betriebsjahr
(2) Aufgetretene Betriebsfehler während des Monitorings

Quelle: BINE Informationsdienst 10/2017

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