ANTWORT

Gemäß EnEV §10 (2) müssen Eigentümer dafür sorgen, dass die Wärmeabgabe von Rohrleitungen und Heizungsanlagen begrenzt ist. In Anlage 5 findet sich hierzu eine Tabelle, die Rohrdurchmesser und Mindestdicke der Dämmung (bezogen auf 0,035 W/mK) angibt. Auch Kaltwasserleitungen müssen bei erstmaligem Einbau oder bei deren Erneuerung gegen Wärmeaufnahme gemäß §15 (4) gedämmt werden. Notwendig ist die Dämmung in allen unbeheizten Räumen. In Bereichen, die an Außenluft grenzen, ist sogar die 2-fache Mindestdicke auszuführen.

In beheizten Räumen ist keine Dämmung notwendig. Die Dämmung der Rohrleitungen ist also, wie von Ihrem Installateur angegeben, vorgeschrieben. Im Handel üblich sind vorgefertigte Rohrschalen aus Kunststoffen oder Mineralwolle mit außenliegender Aluminiumfolie. Beide sind aus baubiologischer Sicht nicht zu empfehlen, werden aber bei fachgerechter Ausführung toleriert, da mit keinen nennenswerten toxischen Ausgasungen und bei dichter Ausführung auch mit keinem Austritt von Fasern zu rechnen ist.

Baubiologisch empfehlenswert wäre die Ummantelung mit Naturdämmstoffen wie z. B. Hanf oder Flachs. Kaltwasserleitungen sollten jedoch m. E. zumindest an unzugänglichen Stellen von außen mit Aluminium- oder PE-Folie dampfdicht abgedichtet werden, um Schwitzwasserbildung an den Rohren zu vermeiden. So fordert es auch die DIN EN 806-2. Ich empfehle Ihnen, mit Ihrem Installateur eine kurze Musterstrecke mit o. g. Lösung auszuführen, um den Zeit- und Kostenaufwand abschätzen zu können. Vielleicht können Sie die Arbeiten auch selbst durchführen.

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Diese Frage beantwortete Ihnen Josef Frey
Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN

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  1. Im beheizten Wohnbereich ist eine 50% Dämmung für Leitungen in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Kreuzungsbereich von Leitungen, an Leitungsverbindungsstellen, bei zentralen Leitungsverteilern, Leitungen in Bauteilen, zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer vorgeschrieben.
    So soll sichergestellt werden, dass keine unkontrollierte Wärmeverluste stattfinden und die Auslegungstemperaturen in den Räumen ankommen.

  2. Betrifft: ökologische Rohrisolierung
    ich bin vor einiger Zeit bei der Fa. Würth auf eine Werbung gestoßen, die mit „Zuckerrohr statt Öl“ aufhorchen läßt.
    Das Polyethylen wird aus Zuckerrohr gewonnen.

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