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ANTWORT

Bei meiner Ortsbegehung konnte ich sehen, dass es sich nicht nur um Algen, sondern auch um Schmutzpartikel aus der Luftverschmutzung handelt, die sich erfahrungsgemäß im Laufe der Zeit in Lasuren und Lacke regelrecht „einbrennen“.

Die Veralgung und Verschmutzung ist bereits soweit fortgeschritten, dass vor weiteren Pflegemaßnahmen zunächst ein Neuanstrich erfolgen sollte. Ein etwas dunklerer, gebrochener Farbton ist hierbei von Vorteil, da auf diese Weise der Schmutz nicht so schnell sichtbar wird.

Die Haltbarkeit von Anstrichen im Außenbereich kann durch eine einfache und richtige Pflege wesentlich erhöht werden. Solange Lasur- oder Lackanstriche noch nicht verwittert sind, kann man mit wenig Mehraufwand die Oberflächen mit einem Naturharz-Pflegeöl ölfeucht abreiben. Die sauren Schmutzpartikel aus der Luftverschmutzung oder auch erste Algenspuren werden dadurch beseitigt, die im Lauf der Zeit entstehenden Haarrisse werden so wieder geschlossen und die Oberflächen wirken danach wieder sauber und frisch. Diese Pflegemaßnahme, die man je nach Bewitterung alle 1 bis 5 Jahre durchführen sollte (an Ihrem stark bewitterten Westbalkon jedes Jahr), ist einfacher wie häufiges Nachstreichen. In Ihrem Fall sollte ergänzend auch der konstruktive Holzschutz durch ein breiteres Geländerbrett mit Tropfnasen verbessert werden.

Falls Ihnen der oben beschriebene Pflegeaufwand zu hoch ist und Sie kein Problem mit der natürlichen Vergrauung von Holz haben, können Sie auch neue Holzgeländer aus einem witterungsresistentem Holz, wie z. B. Eiche oder Robinie oder auch Thermoholz anfertigen lassen und dieses Holz nicht mehr streichen. Auf einen guten konstruktiven Holzschutz ist in allen Details zu achten.

Weitere mögliche Materialien für Balkongeländer sind Metallrahmen mit Füllungen aus Sicherheitsglas oder gespannte Edelstahlseile. Die Anschaffungskosten dafür sind in der Regel höher, der Pflegeaufwand ist jedoch besonders an stark wetterexponierten Stellen geringer.

Diese Frage beantwortete Ihnen Josef Frey
Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN

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