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ANTWORT

Ein Netzfreischalter – auch Netzabkoppler genannt – ist ein in der Baubiologie häufig eingesetztes und wirksames Instrument, um elektrische Wechselfelder („Elektrosmog“) am Schlafplatz deutlich zu reduzieren. Der besondere Vorteil der Freischalter ist, dass die von der Hausinstallation und allen daran angeschlossenen Leitungen und Geräten ausgehenden elektrischen Felder, ohne große Eingriffe in die Elektroinstallation vornehmen oder Stecker ziehen zu müssen, verringert oder sogar ganz eliminiert werden können.

Funktionsweise: Ein solcher Netzabkoppler wird im Sicherungskasten eingebaut (manchmal auch an Verteilerdosen) und trennt den Stromkreis, für den er vorgesehen ist, automatisch vom Netz, sobald der letzte Stromverbraucher ausgeschaltet wurde. Der so vom Versorgungsnetz getrennte Stromkreis steht nicht mehr unter Spannung, und verursacht somit keine elektrischen Felder mehr. Sobald wieder ein Verbraucher eingeschaltet wird (z.B. die Nachttischleuchte), erkennt der Freischalter dies und schaltet automatisch und ohne nennenswerte Verzögerung die Versorgungsspannung wieder ein.

Im Alltag hat man durch eine solche Maßnahme kaum Einschränkungen. Voraussetzung ist, dass es in dem zu schaltenden Sicherungskreislauf garantiert keinen Stromverbraucher mehr gibt, auch keinen heimlichen, sonst kann der automatische Schaltvorgang nicht funktionieren. In manchen Fällen ist deshalb ein per Funk betriebener Freischalter sinnvoll, der vom Bett aus bedient wird und per Knopfdruck die Sicherung – und mit ihr alle Leitungen und Geräte – ausschaltet.

Sicherungskasten
Netzabkoppler in einem Sicherungskasten. Quelle: Weiterbildungsseminar Baubiologische Messtechnik IBN

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Achtung! Auf den Schlafplatz wirkt sich häufig nicht nur der Stromkreis des Schlafzimmers aus, sondern noch weitere wie z.B. Badezimmer, Dachboden, Keller, Flur, Treppenhaus… Wichtig zu wissen ist, dass sich elektrische Felder ausgehend von den Kabeln in den Wänden gegenseitig beeinflussen, es kommt zu Kompensationseffekten. Wenn nun rein vorsorglich und ohne gezielte Messung der Stromkreis des Schlafzimmers abgeschaltet wird, können sich die Felder der angrenzenden Räume – auch seitens der Nachbarn – umso stärker in den Schlafbereich ausprägen. So kann sich die Situation elektrischer Felder am Schlafplatz durch eine Abschaltung auch verschlechtern. In diesem Fall wäre die Installation mehrerer Freischalter notwenig. Oder Abschirmungen von Wänden, Böden oder Decken stehen an.

Um festzustellen welche Sicherungen abgeschaltet werden müssen und ob eine solche Maßnahme überhaupt sinnvoll ist und reicht, ist eine messtechnische Untersuchung vor Ort notwendig. Für eine Elektrosmogmessung kontaktieren Sie uns bitte oder nehmen Kontakt zu einem baubiologischen Messtechniker IBN in Ihrer Nähe auf.

Tipp des IBN
Beschrieben wird hier, wie man elektrische Wechselfelder und damit niederfrequente Felder reduzieren kann. Zusätzlich zu niederfrequenten Feldern trifft man meist auch hochfrequente Wellen an, verursacht z.B. durch WLAN, Smartphone, schnurlose Telefone oder Mobilfunkmasten. Wir empfehlen, im Sinne der gesundheitlichen Vorsorge auch hochfrequente Wellen bestmöglich zu reduzieren.

Diese Frage beantwortete Ihnen Nils Heidelberg, Baubiologischer Messtechniker IBN in 21357 Bardowick

Leser-Interaktionen

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  1. Ich empfehle eine fachkundige Auswahl des richtigen Netzfreischalters. Die Geräte unterscheiden sich durch die Mindestlast des letzten Verbrauchers und haben manchmal sogenannte Lernfunktionen. Wenn es also schlecht läuft, wird mit der Anschlußleistung einer Leseleuchte der Netzfreischalter eben nicht zum abschalten veranlasst.

    • Hallo Herr Stefan Lauberau,
      vielen Dank für Ihre Empfehlung, die wir vollumfänglich bestätigen können. In unserem Beitrag hatten wir darauf hingewiesen, dass sich die Situation nach Einbau eines Netzfreischalters sogar „verschlimmbessern“ kann und fachkundige Begleitung zum Beispiel durch Baubiologische Messtechniker IBN notwendig ist.
      Ihr IBN-Team

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