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Mauerziegel wirken feuchte- undschimmelreduzierend. Dabei sind sie diffusionsoffen und regulieren die Luftfeuchtigkeit. Aufgrund ihrer Kapillarität gelingt es ihnen, kurzfristig anfallendes Tauwasser aufzunehmen und später wieder abzugeben. So entsteht ein angenehmes Raumklima. Eine Wärmedämmung der Kelleraußenwand wird bei Verwendung sogenannter Wärmedämmziegel überflüssig.

Abdichtung gegen Erdreich

In Kombination mit einer normgerechtenAbdichtung entsprechend dem Stand der Technik behält der Mauerziegel auch im Keller langfristig seine guten Dämmeigenschaften und bleibt vor Feuchtigkeit geschützt. Als Abdichtungen eignen sich z. B. Bitumen-Dickbeschichtungen oder – bahnen sowie Elastomer-Dichtungsbahnen.

Primärenergiebedarf

Die Berechnung des nicht erneuerbarenPrimärenergiebedarfs (PE) für Herstellung und Entsorgung von Außenwandflächen* ergab folgende Ergebnisse für jeweils einen Quadratmeter fertige Wand:

Holzskelettbau31 kWh/m2**
Hochlochziegel89 kWh/m2
Stahlbeton-Fertigteil208 kWh/m2

(1) Für den Kellerbau geeigneter Planziegel
(2) Ziegelkeller im Bau

Diese Zahlen lassen sich nicht 1:1 auf Kellerwandflächen übertragen; man kann aber davon ausgehen, dass die Zahlenverhältnisse ähnlich sind.

Kosten

Ein Keller aus Mauersteinen muss nicht teurer als ein Keller aus Stahlbeton sein. Die tatsächlichen Kosten sind nur anhand konkreter Angebote und unter Berücksichtigung der örtlichen Rahmenbedingungen (Bodenbeschaffenheit, Grundwasser, Statik, gewünschtes Raumklima, …) ermittelbar. So oder so lassen sich im Keller rel. kostengünstige Räume schaffen, die sich v. a. in Kombination mit großen Lichtschächten oder Böschungen gut für Heimbüros, Hobbyräume oder Gästezimmer eignen.

Welcher Ziegel eignet sich?

Erstellt werden können Ziegelkeller mit einer Abdichtung – dafür ohne zusätzliche Wärmedämmung – z. B. mit einem 36,5 cm dicken Planziegel mit einer Wärmeleitzahl von 0,08 W/mK. Damit wird ein Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 0,21 W/m2K erreicht.

* Quelle: Holz versus Ziegel und Beton, Wohnung+Gesundheit Nr. 152/2014, Dipl.-Ing. Jens Glöggler, Prof. Dipl.-Ing. Susanne Runkel.

** Ein negativer, also für die Umwelt/Ökobilanz positiver Wert ergibt sich bei Holz und anderen Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen meist deshalb, weil bei der Entsorgung (Verbrennung) mehr Energie gewonnen wird, als zur Herstellung / Verarbeitung benötigt wurde.

Aus Fachzeitschrift WOHNUNG+GESUNDHEIT Nr. 167 – mehr erfahren

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