ANTWORT

Die derzeitige Rechtsprechung gestattet keinen Widerspruch, das heißt, der Mieter oder Wohnungsbesitzer muss die Montage funkbasierter Heizkostenverteiler (wie auch Stromzähler, Wasserzähler, Gaszähler) dulden. Auch schwierig macht es die Situation, dass es verschiedene Modelle mit unterschiedlich starken Strahlungsintensitäten und Sendehäufigkeiten gibt; der Abstand zwischen zwei Sendesignalen kann z. B. nur einige Sekunden, aber auch mehrere Stunden betragen. Die Sendeleistungen sind zwar meist eher gering (ca. 10 mW) und somit niedriger als bei Schnurlostelefonen, Smartphones oder WLAN-Routern, es können aber doch baubiologisch relevante Belastungen auftreten.

Sie sollten deshalb von Ihrem Vermieter einfordern, möglichst selten funkende Heizkostenverteiler (es gibt sogar solche, die nur z. B. einmal im Jahr abgefragt werden und senden) mit möglichst geringer Sendeleistung zu installieren. Leider hat sich gezeigt, dass selbst die Anbieter oft keine Kenntnisse hierzu haben und man hartnäckig bleiben muss, um Licht ins Dunkel zu bringen, Baubiologische Messtechniker können helfen. Je nach Fall lässt sich die Funkbelastung auch einfach reduzieren, z. B. durch das Anbringen feinmaschiger Edelstahlgitter (Außenmaße ca. 50 x 50 cm) vor die Heizkostenverteiler (v. a. im Schlafzimmer wichtig). Diese Antwort gilt sinngemäß auch für funkende Rauchmelder und weitere funkbasierte Anwendungen, wie sie im Rahmen des „Smart Home“ immer häufiger zum Einsatz kommen.

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Die Antwort entstand in Zusammenarbeit mit
Dr. Dietrich Moldan, Baubiologe IBN, Umweltanalytik
Dr. Manfred Mierau, Dipl.-Biologe, Sachverständiger für Baubiologie

Leser-Interaktionen

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  1. Warum der Einbau von Mietern geduldet werden muss, ist mir unbegreiflich. Sie schreiben es sogar noch in ihrem Bericht oben, dass durch Strahlung Schlafstörungen auftreten. Wir müssen ja schon die Funk-Rauchmelder dulden. Ich hab übrigens KEIN W-LAN! Also handelt es sich hier gewissermaßen um Körperverletzung. Auch noch von verantwortlichen Vertretern der EU abgesegnet. Möchte mal zu gerne wissen, was die alle so in ihren Häusern haben. Fakt ist, dass wir (der Verfasser dieses Schreibens und andere Mieter) uns dagegen zur Wehr setzen. Das geschieht auch damit, dass wir Tausende andere sensibilisieren werden. Es werden auch Briefe an Neurologen u.ä. geschrieben. Mit freundlichen Grüßen

  2. Ich finde es eine Riesensauerei, dass man so etwas dulden muss.
    Wir wohnen in unserer Eigentumswohnung und ich habe nicht vor, irgendjemandem zu gestatten, solche Strahlungsquellen bei uns zu installieren.
    Darum erkundige ich mich gerade, was man da machen kann.
    In der Eigentümerversammlung wurde in meiner Abwesenheit der Beschluss gefasst, die Umrüstung im kommenden Jahr durchzuführen.

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