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In diesem Kontext entstand die sehr empfehlenswerte Schrift „Gegen Irrwege der Mobilfunkpolitik – für Fortschritte im Strahlenschutz“ (siehe Infokasten). Daraus entnommen ist folgende Einleitung zum gleichnamigen und vom IBN mitunterzeichneten Artikel:

„Während die deutsche Mobilfunkpolitik des Jahres 2017 im Zeichen der ‚Digitalen Agenda‘ stand, soll ab 2018 der Einführung der neuen G5-Technologie gehören. Gemeinsam ist beiden Vorgängen, dass sie Funkstrahlungen in unsere Lebenswelt einführen, ohne ihre Wirkungen auf die lebenden Organismen ausreichend zu beachten. Als zusätzliches Risiko eigener Art wirkt sich dabei die Tatsache aus, dass der deutsche Strahlenschutz seiner Aufgabe nicht gerecht wird und Gesundheit und Umwelt nur unzureichend schützt. In der Überschau des zurückliegenden Jahrzehnts zeigt sich das nicht nur an dem verharmlosenden Umgang mit dem Stand internationaler Risikoforschung. Es zeigt sich auch in der Verteidigung von Grenz- und Richtwerten, die auf überholten wissenschaftlich-medizinischen Annahmen beruhen, statt mit dem aktuellen Stand der Erkenntnis überfällige Maßnahmen der Vorsorge und Gefahrenabwehr zu verlangen. Die Schwächen und Versäumnisse im Gesundheits- und Umweltschutz gehen dabei Hand in Hand mit beobachtbaren Defiziten der Verwirklichung des demokratischen Rechtsstaats.

Diese äußern sich in den Einschränkungen notwendiger Kontrollfunktionen, die neue technologische Entwicklungen begleiten müssen, wenn sie nicht zu einer möglichen Gefahr für Gesundheit und Umwelt werden sollen. Und sie zeigen sich vor allem auch daran, dass gesetzliche Schutzzusagen für eine wachsende Zahl von Menschen brüchig geworden sind.“

Autoren:

Prof. Dr. phil. Karl Richter
Prof. Dr. med. Franz Adlkofer
Prof. Dr. rer. nat. Mario Babilon
Prof. Dr. rer. nat. Klaus Buchner
Prof. Dr. med. Karl Hecht
Prof. Dr. theol. Werner Thiede
Dr. rer. nat. Ulrich Warnke

Die Wirkungen umfassen ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulären Stress, einen Anstieg gesundheitsschädlicher freier Radikale, genetische Schäden, Änderungen von Strukturen und Funktionen im Reproduktionssystem, Defizite beim Lernen und Erinnern, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden der Menschen. Wie die sich mehrenden Belege für schädliche Auswirkungen auch auf die Pflanzen- und Tierwelt zeigen, reicht die Bedrohung weit über die Menschheit hinaus.
Quelle: Internationaler Wissenschaftler-Appell 2015: http://kompetenzinitiative.net/KIT/KIT/internationaler-wissenschaftler-appell/

Der Text wurde unterstützt und mitunterzeichnet von folgenden Organisationen des Gesundheits- und Verbraucherschutzes:

  • Arbeitskreis Elektro-Biologie e. V. (AEB)
  • Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V.
  • Bürgerwelle e. V. Schutz von Mensch und Umwelt
  • Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e. V. (DGUHT)
  • Deutscher Naturheilbund e. V.
  • diagnose:funk e.V, Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung e. V.
  • Europäische Akademie für Umweltmedizin / European Academy for Environmental Medicine (EUROPAEM) e. V.
  • Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN
  • Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e. V. (IGUMED)
  • Naturschutzinitiative e. V. (NI), Verein zum Schutz von Landschaften, Wäldern, Wildtieren und Lebensräumen
  • Ökologische Ärztebund e. V.
  • Pandora – Stiftung für unabhängige Forschung
  • Stiftung für Kinder
  • Verband Baubiologie e. V.
  • Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e. V.
  • Verein für Naturschutz und Gesundheit südlicher Odenwald e.V.
  • Verein zur Hilfe umweltbedingt Erkrankter e. V. (VHUE)
  • Verein Weisse Zone Rhön e. V.

Buch-Tipp:

Gegen Irrwege der Mobilfunkpolitik – für Fortschritte im Strahlenschutz
Erhältich (print und online):
diagnose-funk.org

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